Make a wish = Take a chance?
Ich wünsche mir mehr Augenblicke der Ruhe und Stille, in denen ich einfach nur Gedanken bei einem Cappuccino sortieren kann. So wie heute morgen als ich aufstand und mich für die Uni fertig machte, meinen Süßen wohlgefallend im Halbschlaf beobachten konnte, die wärmende Tasse in der Hand und im Kopf einen kleinen Mann, der verstreut herumliegende Gedankenfetzen zusammenklebte und fein säuberlich in Kartons legte, die er systematisch in Regale verstaute.
Leider kam er nicht sehr weit, weil ich mal wieder ziemlich knapp aufgestanden war und erschrocken feststellte, dass ich mich beeilen musste, um die S-Bahn noch zu bekommen. Dann Alltag. Feuchter, kalter Regen. Trockener, kalter Lehrstoff. Chemie, terrestrische Arthropoden, Physik. Mich über eine SMS von Marcel freuen. Lange in der Mensa anstehen, lieblos auf den Teller geklatschtes Zeug essen. Wenigstens mit Leuten, die man gerne hat, mit denen man sich austauschen kann.
Natürlich könnte ich mir auch einfach angewöhnen früher aufzustehen - aber mal ehrlich: Wer macht das schon?

Eine Antwort hinterlassen